One-Piece-Flow: Arbeit im Fluss


One-Piece-Flow: Arbeit im Fluss

One-Piece-Flow ist ein Ansatz, der aus dem Toyota-Produktionssystem stammt. Bei der Fließbandfertigung steht ein Mitarbeiter an einem Platz steht und übt monoton immer wieder dieselbe Tätigkeit aus. 

Bei One-Piece-Flow begleitet er das Werkstück und bearbeitet es an jeder einzelnen Station. Dazu muss er alle Arbeitsschritte (oder die seiner Sequenz) beherrschen und ist immer in Bewegung.

U-Linienform ist gut geeignet

Nach einem Durchlauf startet er wieder am Ausgangspunkt mit einem neuen Werkstück. Damit dieses Prinzip ohne lange Wege und Zeitverschwendung umgesetzt werden kann, bestehen bei One-Piece-Flow besondere Anforderungen an die Montagelinie. Start und Ende sollten möglichst nah beieinander liegen. Oft wird dies durch eine U-Form der Linie erreicht.

Innen arbeiten, außen nachliefern

Innerhalb des U ist wegen der räumlichen Nähe zueinander eine direkte Kommunikation der Mitarbeiter untereinander möglich. Kommt es zu Problemen bei der Bearbeitung, können diese sofort angesprochen und weitergegeben. Die Linienform hat noch einen weiteren Vorteil: Während innen gearbeitet wird, kann von außen eine Nachbevorratung mit Material geschehen.

Weitere Vorteile von One-Piece-Flow

Durch Einsatz von One-Piece-Flow können Durchlaufzeit und Umlaufbestand reduziert werden. Außerdem ist weniger Fläche nötig als bei der herkömmlichen Losgrößenfertigung: Sie kann sich um bis zu 75 % reduzieren. Der Einsatz modularer Profile verleiht einer der U-Linie eine hohe Flexibilität. Einzelne Stationen oder Abschnitte lassen sich leicht modifizieren oder ergänzen.

Mehr Verantwortung und eine höhere Arbeitsmotivation

Es kann auch sein, dass sich die One-Piece-Flow-Fertigung positiv auf die Mitarbeiter auswirkt. Statt immer nur wenige Handgriffe zum Endprodukt beizusteuern, ist jeder Werker für das Ergebnis seiner Arbeit verantwortlich. Ohne Zwischenpuffer bemerkt er sofort, wenn Unregelmäßigkeiten oder Qualitätsabweichungen auftreten. Durch den Zuwachs der Eigenverantwortung kann auch die Arbeitsmotivation der Ausführenden positiv beeinflusst werden.

REFA-Weiterbildungen: One-Piece-Flow und mehr

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(Birgit Lutzer)

 

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