Ablaufanalyse – REFA-Methoden leicht gemacht


Ablaufanalyse – REFA-Methoden leicht gemacht

Die Ablaufanalyse nach REFA wird eingesetzt, um Schwachstellen in der Produktion aufzudecken. Bei dieser Methode werden durch Beobachtung, Messung, Beschreibung und Dokumentation Daten aus den einzelnen Prozess-Abschnitten erhoben und ausgewertet.

 

Zum Verständnis: Ein Gesamtablauf umfasst alle Verrichtungen und Arbeitssysteme, die für die Herstellung eines Erzeugnisses oder die Erbringung einer Dienstleistung erforderlich sind. Sie müssen einen zusammengehörenden Prozess bilden. Ausgewählte Teile davon bezeichnet man als Ablaufabschnitte.

So funktioniert die Ablaufanalyse

Für die Durchführung einer solchen Analyse gibt es ein REFA-Formblatt, in das alle Informationen eingetragen werden können. Bei der Vorbereitung geht es zunächst um die Frage, welchen Ablauf Sie für Ihre Analyse auswählen. Er sollte häufig vorkommen und repräsentativ sein. Dann erfassen Sie z. B. folgende Punkte: Start und Ende, Rahmenbedingungen (Arbeitssystem, Lage, Dauer oder Arbeitssituation). Sie erstellen ein Ablaufschema und legen fest, welche Datenerhebungsinstrumente Sie einsetzen wollen. Eine geeignete Methode ist das Flussdiagramm (siehe Abbildung).

Anschließend beschaffen Sie nötige Unterlagen wie Arbeitspläne, Auditberichte und ähnliches. Damit Ihre Mitarbeiter Bescheid über Ihr Vorhaben wissen, informieren Sie sie – insbesondere natürlich die Belegschaftsmitglieder, die an dem von Ihnen ausgewählten Ablauf beteiligt sind. Sind diese Punkte erledigt, kann es losgehen.

1. Führen Sie die Ablaufanalyse durch

  • Ablauf beobachten
  • Ablaufweg verfolgen und festhalten
  • Alle Ablaufabschnitte in richtiger Reihenfolge mit zugehörigen Daten erfassen
  • Störungen, Hinweise und offene Punkte/Klärungsbedarf notieren

2. Werten Sie die Ablaufanalyse aus 

  • Sind die Angaben vollständig?
  • Ablaufdaten aufbereiten (z.B. Zeiten, Entfernungen und Durchlaufzeit ermitteln, Kennzahlen zum Wertschöpfungsgrad bilden)
  • Ablaufstruktur beleuchten (prozentuale Anteile der Einzel-Abschnitte sowie prozentualer Anteil ihrer Dauer am Gesamtablauf)
  • Abweichungen kennzeichnen und ihre Ursachen ermitteln (z. B. Stillstände, Verschwendungen)
  • Folgen/Verbesserungsmöglichkeiten darstellen

3. Verbessern Sie die beobachteten Arbeitsabläufe

  • Ideen für Verbesserungsvorschläge entwickeln
  • Aufwand und Effekte darstellen
  • Realisierungsmöglichkeiten abschätzen
  • Gute Lösungsvorschläge in Maßnahmenplan überführen
  • Umsetzung realisieren
  • Ergebnisse überprüfen

Typische Ergebnisse, die Sie durch eine Ablaufanalyse erzielen können, sind diese: Sie erhalten einen Überblick wertschöpfender und nicht wertschöpfende Ablaufabschnitte. Das Ausmaß von Unterbrechungen etwa durch Störungen, Abwesenheit von Mitarbeitern oder Stillständen wird deutlich, so dass Sie insgesamt ein realistisches Bild des Ablaufs erhalten. Daraus können Sie Verbesserungen ableiten, die sich auf die eingesetzte Technik, ergonomische Anforderungen und/oder die Arbeitsorganisation beziehen.

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